/Mit Eibisch dem trockenen Husten keine Chance geben

Mit Eibisch dem trockenen Husten keine Chance geben

Eibisch

Schon die Kelten kannten die heilende Wirkung des Eibisch. Eingesetzt wir hauptsächlich zur Behandlung von trockenem Husten, Erkältungen, Halskratzen, Entzündungen des Magen-/ Darmbereiches und Zahnfleischentzündungen. Ich selbst finde als eines der wichtigsten Heilkräuter gegen trockenen Husten und lege mir immer jetzt schon im Herbst einen Vorrat zu. Seine Wurzel kann jetzt im November ausgegraben werden.

 

Botanik

Eibisch verlangt guten humusreichen, tiefgelockerten Boden, am besten lehmigen Sandboden und eine etwas feuchte Lage. Gepflanzt wird aus Samen, im Abstand von 50-60 cm. Den Zwischenraum kann man gut für den Anbau anderer Gewächse nutzen, da der Eibisch sehr hoch wächst und wenig beschattet. Nach zwei bis drei Jahren kann die Wurzel geerntet werden. Von Zeit zu Zeit empfiehlt sich ein Standortwechsel, da die Pflanze den Boden auszehrt. Im Juli sammelt man seine Blätter. Seine Wurzel muss in Frühling oder Herbst gesammelt werden.

 

Mit Eibisch dem trockenen Husten keine Chance geben

Heilwirkung

Volkstümlich wird Eibisch wegen der enthaltenen Schleimstoffe, die reizlindernd auf alle Schleimhäute wirken, hauptsächlich für Erkrankungen der Atmungsorgane und des Magen- Darmbereiches einsetzt. Weitere Anwendung findet er bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, trockenem Reizhusten, entzündlichen Zahnfleisch, bei zahnenden Kindern, Insektenstichen, zur Wundbehandlung, Furunkel, Nagelbettentzündung, Nervenschmerzen, Blasenschwäche, Hämorrhoiden, Blasensteinen, Durchfall und Verstopfung.

Bei verschleimten Atemwegen sollte auf ein schleimlösendes Mittel zurückgegriffen werden, weil Eibisch keine schleimlösende Wirkung hat und besser bei trockenem Husten gebraucht werden soll.

Eibisch wirkt beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, immunstimulierend, reizlindernd, tonisierend, wärmend und hemmend auf die Aktivität der Flimmerhaare in den Bronchien.

 

Was tun bei Husten?

Anwendung

1-2 Teelöffel Eibischblätter (fein geschnitten) mit kaltem Wasser ansetzen, mehrmals täglich 1 Tasse trinken.

Etwa 1 Esslöffel voll Eibischwurzel (fein zerschnitten) wird mit kaltem Wasser angesetzt und ca. 90 Min. unter öfterem Umrühren stehengelassen und dann abgeseiht. Mehrmals täglich 1 Tasse leicht erwärmten, aber frisch zubereiteten Tee trinken. Teemischungen mit Komponenten mit antimikrobieller Wirksamkeit (Isländische Flechte, Spitzwegerich) verzögern mikrobielles Wachstum in den auf diese Weise hergestellten Teegetränken über mehrere Stunden.

Der Eibischsirup kann direkt angewendet werden (empfohlene Tagesdosis ca. 30 g), er ist aber auch in verschiedenen Arzneispezialitäten enthalten. Eine beliebte Darreichungsform ist der in Apotheken erhältliche Eibischteig.

 

Anwendung in der Küche

Von den Römern wurde die Pflanze als Suppenkraut und zur Füllung von Spanferkeln verwendet und in Zeiten großer Hungersnot hat man die weiße mohrrübenähnliche Wurzel auch als Nahrung verwendet. Sie wurde zuerst geschält, gekocht und dann meist gebraten. Nicht zu vergessen ist ein gutes Würzen, andernfalls schmecken sie fade. Zum trocknen eignet sich die Wurzel ebenso wie das Kraut, aber frühestens ab dem zweiten Jahr. Dazu wird die Wurzel im November ausgraben, gewaschen, geschält, klein geschnitten und schnell bei 60°C im Backofen gut getrocknet, andernfalls droht sie zu verschimmeln. Die jungen Blätter und Blüten können als Zugabe im Salat mitgegessen werden.

 

Wussten Sie,

dass das ursprüngliche Marshmallow, dass wir aus Amerika kennen aus Eibisch hergestellt wurde? Wie wäre es mit meinem Kakao mit Marshmallows?

kakao

 

Ihre  Kräuterhexe – Schnu 

Weitere Infos dazu finden Sie unter genannten Quellen. Alle Rechte vorbehalten. Die Inhalte der Website ersetzen nicht den Arztbesuch. Bildquelle: pixabay

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