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SüßholzDas Heilpflanzenjahr neigt sich langsam aber bestimmt einem Ende zu. Doch noch gibt es einiges zu tun. Im November werden die Wurzeln der Heilpflanzen gesammelt.

Heilende Wurzeln

In der traditionellen Pflanzenheilkunde werden alle Teile der Pflanze verarbeitet, die heilende Wirkung haben, so auch die Wurzeln. Diese werden zumeist in den kalten Kalendermonaten gesammelt. In meinem heutigen Beitrag möchte ich euch einige Wurzeln vorstellen, die man im November sammeln kann. Darüber hinaus erfährt ihr auch etwas über die Heilwirkung. Die Wurzeln sammeln solltet ihr allerdings nur, wenn ihr wirklich die Pflanze auch kennt. Ansonsten ist die Verwechslungsgefahr zu groß. Mittlerweile gibt es zahlreiche Apps die Euch am Smartphone helfen, die Pflanzen zu identifizieren.

 

Beitrag zu Wurzeltinkturen

 

Alant

Alant kann im November und im Dezember gesammelt werden. Aus der getrockneten Alantwurzel kann man Tee machen, der gegen Magenschwäche, Durchfall und gegen Verschleimung der Atemwege uvm hilft. Zur Zubereitung des Alanttees verwende ich einen ½ Teelöffel der getrockneten oder frischen Wurzel für eine Tasse Tee. Übrigens, man kann auch einen Alantwein machen. Das Rezept dazu habe ich euch in einem älteren Beitrag schon einmal geteilt.

Angelika – Engelwurz

Nach dem zweiten Pflanzenjahr kann man die Angelikawurzel sammeln. Diese hat im Vergleich zu den anderen Pflanzenteilen eine verstärkte Heilwirkung. Traditionell gesehen wird die Wurzel bei Verdauungsproblemen und als Mittel gegen Blähungen eingesetzt. Darüber hinaus wirkt sie auswurffördernd und bei Katarrhen und Halsleiden. Man kann die Wurzel als Tee oder als Pulver verwenden.

 

 

Beinwurz

Die Wurzel der Beinwurz sammelt man im Herbst oder Winter. Die Wurzeln im Herbst haben jedoch einen höheren Allantoin-Gehalt. Beinwurz unterstützt bei schlecht heilenden Wunden, so hilft die Pflanze bei Wunden aller Art, wie Schnittwunden, Quetschungen, Rissen etc. Dazu fertigt man am besten eine Beinwurzsalbe an, die ich euch schon einmal hier auf der Kräuterhexe – Schnu1 vorgestellt habe.  Als Tee konsumiert, wirkt er auch bei Frauenleiden und Verdauungsproblemen.

Berberitze

Auch die Wurzel der Berberitze sammelt man im November. Als Tee oder Tinktur konsumiert wirkt sie blutdrucksenkend und fördert die Gallensekretion. Für den Tee trinkt man 1 – 2 Tassen pro Tag. Dabei lässt man ½ Teelöffel der Wurzel in einer Tasse kochendem Wasser 5 Minuten ziehen.

 

Eibisch

Eibisch ist eines der besten Mittel gegen Husten und Lungenproblemen. Aus der Eibischwurzel kann man einen Eibischsirup. Darüber hinaus hilft er als Tee eingenommen unterstützend für den Verdauungsapparat, bei Durchfall und bei Gebärmutterentzündungen. Wichtig ist, dass der Eibisch nicht mit der Eibe verwechselt wird.

Hauhechel

Hauhechel ist vielerorts auch als Unkraut bekannt. Beim Ausgraben der Wurzel achtet darauf, dass ihr euch nicht verletzt. Die Pflanze besitzt zahlreiche Dornen und diese können Verletzungen verursachen. Sie wirkt als harntreibendes Mittel, Nierenentzündungen und bei Blasenkatarrhen. Wenn man die Wurzel als Tee ansetzen möchte, so muss man das im Kaltansatz tun. D.h. 2 Teelöffel der Wurzel 8 Stunden lang in einer Tasse ansetzen. Dann alles kurz aufkochen lassen, abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Kalmus

Die Wurzel des Kalmus besitzt den Bitterstoff Acorin, der besonders gut als Magenmittel hilft. Die ursprünglich aus Ostafrika stammende Wurzel wird auch bei Blähungen, Stoffwechselstörungen und bei Schlafstörungen. Die Kalumswurzel wird vor allem als Tinktur angesetzt. Viele werden ihn auch als Gewürz im Walnusslikör.

Kren (Meerrettich)

Einer der wichtigsten verbündeten im Kampf gegen Grippe- und Erkältungserscheinungen ist der Meerrettich (Kren). Als Meerrettichhonig wirkt gegen allerlei bekannte Symptome. Darüber hinaus ist er eine harntreibende Pflanze und unterstützt den Dickdarm. Meerrettich – Kren kann gegessen werden. Er ist fixer Bestandteil der österreichischen und süddeutschen Küche.

Süßholz

Süßholz ist eines der ältesten Heilmittel, die schon im alten Ägypten zum Einsatz kam. Sie wirkt gegen Husten und Heiserkeit, bei Blasen- und Nierenleiden und sie ist wassertreibend. Süßholz wird dafür am besten als Tee konsumiert.

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Eure  Kräuterhexe – Schnu1

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Bild von Susanne Hillmer auf Pixabay