VogelmiereIn unseren Gefilden oft als Unkraut abgewertet, überzeugt die Vogelmiere durch ihre Anwendungsmöglichkeiten.

Vogelmiere (lat. Stellaria media) – Vogel-Sternmiere oder Sternenkraut

Botanik

Die Vogelmiere oder gemeine Vogelmiere ist mehr oder weniger auf allen Kontinenten dieser Welt verbreitet und wird oft als lästiges Unkraut in Gärten oder Feldern gesehen. Die krautartige Pflanze bildet 4 – 40 cm lange Stängel, die oft den gesamten Rasen im Garten bedecken können. Der Vorteil der Vogelmiere ist, dass man sie fast das ganze Jahr über ernten und konsumieren kann. Sie liebt vor allem vor allem nährstoffreiche und lehmige Standorte.

Ab Mai kann man ihre weißen Blätter bewundern und bis in den Herbst hin findet dann die Fruchtreife statt. Vogelmiere ist ein leicht zu vermehrendes Heilkraut und kann auch auf Terrasse und Balkon gezogen werden. Sie findet ihre Verwendung als Heilpflanze, in der Kulinarik und als Futterpflanze.

Heilwirkung

In der traditionellen Kräuterheilkunde wird die Vogelmiere vor allem innerlich zur Heilung von Lungenkartarrhen sowie Bronchitis und sie unterstützt die Leber bei ihren körperlichen Aufgaben. Darüber hinaus kann man sie äußerlich zur Heilung von Wunden, Geschwüren und Hautausschlägen verwenden. Vogelmiere ist reich an Nährstoffen wie Vitamin C, Eisen und Kalzium und bietet viele gesundheitliche Vorteile. Sie wirkt entzündungshemmend, stärkt das Immunsystem, fördert die Verdauung und kann die Hautgesundheit verbessern. Als essbare Wildpflanze ist sie vielseitig in der Küche verwendbar und eine wertvolle Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung.

Anwendungen

Innerliche Anwendung
Zur Bekämpfung von Lungenkartarrhen sowie der Bronchitis eignet sich die Vogelmiere als Tee zu konsumieren. Dazu verwendet ihr einen Esslöffel des Heilkrauts und überbrüht es mit 250 ml kochendem Wasser. Der Tee soll bis zu dreimal täglich getrunken werden.
Darüber hinaus kann man die Vogelmiere auch als frischen Presssaft konsumieren. Vor allem zur Unterstützung der Leber sollte der Presssaft eingenommen werden.

Äußerliche Anwendung
Zur Heilung von Wunden, Geschwüren und Hautausschlägen kann man unterschiedliche Methoden wählen.
Das zerquetschte Heilkraut direkt auf die betroffene Stelle legen und mit einem Verband fixieren. [Quelle]

Vogelmiereöl
Darüber hinaus kann man auch ein Vogelmiereöl herstellen. Dazu stellt ihr am besten einen kalten Ölauszug selbst her.

Kräuterölauszug nach der kalten Methode

  • Vogelmiere sammeln. Ihr könnt dafür die Blätter oder die Blüten verwenden. Ich persönlich wasche diese kurz ab. Es gibt Personen, die das nicht tun. Da ich keine Insekten im Öl haben möchte, kommen die Kräuter kurz vor der Verarbeitung unter einen kalten Wasserstrahl. Ihr sollte die Kräuter in der Früh sammeln, da sind in der Regel auch weniger Insekten auf ihnen.
  • Getrocknete Blüten oder Kräuter in ein Schraubglas geben.
  • Mit Distelöl in einem Verhältnis von 1:10 bei frischer Vogelmiere und im Verhältnis 1:20 bei getrockneter Vogelmiere übergießen. (Z. B. 10 Gramm Vogelmiere frisch : 100 ml Öl ) Anschließend das Glas verschließen. Statt Distelöl könnt ihr auch ein anderes hochwertiges Pflanzenöl verwenden, beispielsweise Oliven-, Mandel- oder Jojobaöl.
  • Bei Zimmertemperatur, ohne direkte Sonneneinstrahlung für drei bis sechs Wochen ziehen lassen.
  • Das Glas alle zwei Tage schütteln, damit sich die Wirkstoffe besser lösen.
  • Nach Ablauf der Zeit durch einen Teefilter abseihen.
  • Fertiges Öl in dunkle Glasflaschen abfüllen.

Einfache Vogelmieresalbe
Für eine einfache Vogelmieresalbe verwendet ihr

  • 30 ml des Vogelmiereöls
  • 2 Gramm Bienenwachs oder Sojawachs (vegan)
  • 2 Tropfen Vitamin E

Zubereitung

Über Wasserdampf das Bienenwachs im Öl schmelzen.
Das Vitamin E-Öl hinzufügen.
In einen Behälter füllen.

Die Salbe hält zirka 6 Monate.

 

Ein Rezept für eine „Erste-Hilfe-Salbe aus Vogelmiere“ habe ich euch hier auf der Kräuterhexe-Schnu1 schon einmal vorgestellt. Das könnt ihr in der Verlinkung nachlesen. Diese Salbe ist ein wenig anspruchsvoller.

Ernährung

Vogelmiere zählt zu den Wildkräutern und kann daher auch so verarbeitet werden wie klassische Wildkräuter. Man kann sie in einem Salat mixen, sie in einen Kräuterfrischkäse geben, Suppen oder Pestos daraus machen. Sie hat einen hohen Vitamin C Gehalt und auf 100 gr nur 20 kcal. Somit ist sie der ideale Begleiter im Frühling.

Abschließend

Und, habt ihr Lust auf mehr bekommen? Hier auf diesem Blog posten wir laufend Inhalte über Kräuterkunde, Hausmittel, Gesunde Rezepte, Brauchtum und alles rund um Heilkräuter. Bitte beachtet, dass es Pflanzen gibt, die in manchen Regionen unter Naturschutz stehen und daher nicht gesammelt werden dürfen. Falls ihr einen ersten Überblick über wichtige Basisrezepte finden wollt, könnt ihr dies im Blogbeitrag Grundrezepte für die Kräuterheilkunde nachlesen.

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