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WermutWermut – Ein bekanntes Heilkraut, das vor allem als Grundsubstanz des Absinthes bekannt war, hat vorzügliche Heilwirkungen. In meinem heutigen Beitrag widme ich mich den zahlreichen Anwendungen und Rezepte des Heilkrauts.

Mit Wermut heilen

Der Legende nach heilten schon die alten Ägypter weit vor Christi Geburt mit Wermut. Damals schätze man ihn wegen seiner heilenden Wirkung auf den Magen und er half gegen Vergiftungen.

Botanik

Wermut, auch Echt-Wermut oder Wermutkraut, wird meist bis zu einem halben Meter hoch, kann aber unter bestimmten Umständen auch das dreifache seiner Größe erreichen. Die Blätter haben unterschiedliche Größen und sind oben größer als unten. Die Blüten sind gelb und kurzstielig und haben hängende Köpfe.
Er bevorzugt trockene oder tonig-sandige Böden und wächst auch sehr gut in unseren Breiten. Man findet ihn fast auf allen Kontinenten. Er ist ein Halbstrauch und kann auch gut im Garten gezogen werden. Er bevorzugt Einzelstandplätze und man findet ich auch in Weingärten und Fusskiesen. Seine Blütezeit ist von Juli bis September.

Heilwirkung

Wermut zählt zu den Bitterkräuter. Für seine heilende Wirkung werden die Blätter und Blüten gesammelt. Zu seinen Eigenschaften zählen: verdauungsfördernd, gallentreibend und appetitanregend. Darüber hinaus wird er auch gegen Schlaflosigkeit genommen. Dabei wirken neben dem ätherischen Öl (Thujon) und Flavonoide auch Absinthin.

Anwendung

Unwohlsein, Magenschmerzen, Magenschwäche, Leberkur

Tee: Um eine optimale Wirkung zu erzielen muss der Tee mindestens 8 Stunden lang kalt gesetzt werden. Dabei kommt ein halber Teelöffel auf eine Tasse Tee. Den kalten Teeansatz kochen und den Tee in kleinen Schlucken über den Tag verteilt trinken.
Wenn man seine Leber entlasten möchte empfiehlt sich mit Wermut eine Teekur zu machen. Das Rezept zur Teekur könnt ihr dem hinterlegten Link entnehmen. Dazu ergänzend wäre die Einnahmer einer Tinktur aus Mariendiestel als Ergänzung auch zu empfehlen.

Tinktur

  • Wer es nicht so mit dem Teetrinken hat, kann sich auch eine Wermuttinktur anfertigen. Die Anfertigung der Tinktur läuft im Wesentlichen immer nach dem gleichen Rezept.
  • Generell benötigt ihr zur Herstellung von Tinkturen Alkohol. Es empfiehlt sich 70 – 90 %igen Alkohol aus der Apotheke oder hochwertigen Schnaps, Weingeist oder Korn zu besorgen.
  • Wenn ihr die Tinktur ohne Alkohol herstellen möchtet, verwendet dafür Apfelessig. Am besten einen den man selbst hergestellt hat. Hier könnt ihr mein Apfelessigrezept dazu nachlesen.
  • Füllt die Gläser (am besten sind weithalsige) mit dem Wermutkraut auf und danach
    gießt nun mindestens so viel Alkohol darüber, dass das Wermutkraut vollkommen bedeckt ist und höchstens so viel, dass man die Tinktur anschließend noch gut schütteln kann.
  • Verschließt das Glas und stellt es an einem sonnigen, warmen Platz.
  • Wartet 8 Tage bis 6 Wochen (Je länger sie steht, desto stärker wird sie.)
    Am besten lasst die Tinktur durch einen Filter (Kaffeefilter) laufen und füllt den verbleibenden Alkohol in kleine Dunkelglasfläschchen mit Tropfeinsatz oder Pipette.

Schlafstörungen und Magenkrämpfen

Kräutersack

Dazu verwendet man je 20 Gramm getrockneten Wermut, Kamille und Majoran. Die getrockneten Kräuter in ein Stoffsäckchen geben und erwärmen. Den Kräutersack auf den Bauch legen.

Maitrunk nach Hildegard von Bingen

Nach Hildegard von Bingen soll man zwischen Mai und Oktober eine Kur machen. Diese Kur unterstützt vor allem die Leber, Magen- /Darmbereich, Herz, Augen, Nieren, Eingeweide, Immunsystem und so weiter. Dazu soll man Wermutwein trinken.
Dazu verwendet man Wermutblätter oder auch -blüten und einen Liter von einem guten Weißwein. Man füllt alles in ein großes Einmachglas und lässt alles 7 Tage ziehen. Abseihen und in eine Flasche füllen und in Likörgläsern trinken. Dabei trinkt ihr jeden dritten Tag ein Likörglas (1/16l) vor dem Frühstück, kurmäßig von Mai bis Oktober. [1]

Weitere Anwendungen

Wermut ist die Basis für Absinth und unterschiedliche Wermutspirituosen. Für den klassischen Absinth wird eine Kräutermischung aus Wermut, Fenchel, Anis und je nach Rezept auch noch mit weiteren Kräutern hergestellt. Im vergangenen Jahrhundert wurde Absinth verboten, da man davon ausging, dass der Thujon Gehalt zu schweren gesundheitlichen Schäden führt. Mittlerweile ist Absinth wieder erlaubt.

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Eure  Kräuterhexe – Schnu1

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