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SpitzwegerichSpitzwegerich: In der germanischen Mythologie ist Spitzwegerich der „Wegbeherrscher“. Jetzt ist gerade der richtige Zeitpunkt sich mit dem tollen Heilkraut zu beschäftigen.

Spitzwegerich – der Heilsbringer

Er zählt zu den erfolgreichsten Heilkräutern und sollte in keiner Kräuterapotheke. Man mit ihm zahlreiche Kräuteranwendungen durchführen, die ich euch heute vorstellen möchte.

Botanik

Die Blätter des Spitzwegerichs sind schmal, spitz und von zähem Aussehen und dabei ist der Blütenstengel blattlos und kantig. Die Blütezeit ist von Mai bis Anfang September. Gesammelt werden die Blätter von Mai bis August, vor der Blüte. Gleich nach der Ernte müssen die Blätter an einem trockenen Ort, beispielsweise Dachboden, getrocknet werden.

Der Spitzwegerich wächst unauffällig an Wegrändern und auf Wiesen. Wer ihn kennt, erkennt ihn schon im zeitigen Frühjahr an seinen langen schmalen Blättern, die wie Lanzen aus dem Boden schießen. Der Spitzwegerich bevorzugt trockene Böden und ist häufig auf Wiesen, Wegrändern und brachliegenden Feldern zu finden. Auf Grund seiner hervorragenden Heilwirkung wird er im Volksmund auch als „Heilwegerich“ gerühmt. In der Antike sagte man ihm gar magische Kräfte zu.

Heilwirkung

Ich selbst schätze ihn vor allem als Heilmittel gegen Husten und als tolle Mittel gegen Insektenstiche. Er wirkt gegen Bronchialverschleimungen, stärkt die Lunge, gegen Bronchitis, wirkt blutreinigend und hilft Menschen, die sich das Rauchen abgewöhnen wollen.

Man kann ihn als Tee konsumieren, aber auch als Hustensaft, der Kindern besonders gut schmeckt. Eine Übersicht über die unterschiedlichsten Arten von Atemwegserkrankungen könnt ihr meinem Beitrag “Übersicht von Heilkräuter bei Atemwegserkrankungen” entnehmen, sodass ihr wisst, was für eine Art von Husten ihr habt.

Der frischgepresste Pflanzensaft regt den Stoffwechsel an und hilft gegen Magenschmerzen und Darmentzündungen.

Hustensaft

Hier geht’s zur Videoanleitung (das ist eines meiner ältersten Videos ;-))

Den Spitzwegerichhustensaft selber zu machen, ist eine günstige Alternative konventionellen Produkten. In der Apotheke bekommen Sie 50 Gramm Spitzwegerich unter € 2,50,-. Noch günstiger wird es, wenn man ihm aus dem eigenen Garten verwendet.

Zutaten

  • 35 Gramm Spitzwegerich getrocknet (man kann natürlich auch frische Blätter verwenden, wenn diese verfügbar sind)
  • 175 ml Bio-Honig
  • 500 ml Wasser
  • Behälter zum Aufbewahren

Spitzwegerich im Wasser aufkochen und 40 Minuten lang ziehen lassen. Abseihen und die verbleibende Flüssigkeit durch einkochen am Herd zirka um die Hälfte reduzieren lassen. Anschließend die Flüssigkeit auf zirka 38 Grad abkühlen lassen und den Honig dazu geben. Gut umrühren und in einen Behälter füllen. Der Hustensaft hält mind. zwei Wochen lange. Am besten im Kühlschrank aufbewahren. Je nach Bedarf bis zu drei Mal täglich verwenden.

Insektenstiche

Bei Insektenstichen hilft es den frischen Spitzwegerich fein zu hacken und mit einem sauberen Baumwolltuch auf die Wunde zu geben.

Wenn man genau zu diesem Zeitpunkt keinen frischen Spitzwegerich zur Hand hat, so könnt ihr auch ein Spitzwegerichöl anfertigen.

Kräuterölauszug nach der kalten Methode

  • Spitzwegerich sammeln. Ihr könnt dafür die Blätter verwenden. Ich persönlich wasche die Kräuter kurz ab. Es gibt Personen, die das nicht tun. Da ich keine Insekten im Öl haben möchte, kommen die Kräuter kurz vor der Verarbeitung unter einen kalten Wasserstrahl. Ihr sollte die Kräuter in der Früh sammeln, da sind in der Regel auch weniger Insekten auf ihnen.
  • Spitzwegerich fein geschnitten in ein Schraubglas geben.
  • Mit Distelöl in einem Verhältnis von 1:10 bei frischem Spitzwegerich und im Verhältnis 1:20 bei getrocknetem Spitzwegerich übergießen. (Z. B. 10 Gramm Heilkraut frisch: 100 ml Öl ) Anschließend das Glas verschließen. Statt Distelöl könnt ihr auch ein anderes hochwertiges Pflanzenöl verwenden, beispielsweise Oliven-, Mandel- oder Jojobaöl.
  • Bei Zimmertemperatur, ohne direkte Sonneneinstrahlung für drei bis sechs Wochen ziehen lassen.
  • Das Glas alle zwei Tage schütteln, damit sich die Wirkstoffe besser lösen.
  • Nach Ablauf der Zeit durch einen Teefilter abseihen.
  • Fertiges Öl in dunkle Glasflaschen abfüllen.

Dieses Öl kann man dann in einer Tasche mithaben und immer wenn man einen Insektenstich hat, gebt ihr einfach ein paar Tropfen davon auf die Wunde.

Spitzwegerich kann man auch sehr gut in der Küche verarbeiten. So könnt ihr ihn in den Salat mischen oder eine Suppe aus ihm machen.

In diesem Video stelle ich euch zwei tolle Rezepte gegen Insektenstiche vor: eine einfache Spitzwegerichsalbe aus Kokosfett und ein Spitzwegerichöl (warme Methode)

 

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Eure  Kräuterhexe – Schnu1

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