MädesüßMädesüß: Der Legende nach glaubte man in der Antike, dass eine Gottheit selbst die Pflanze gefunden hat. Darüber hinaus wirkt sie entzündungshemmend, schmerzlindernd und schweißtreibend.

Mädesüß – eine süße Versuchung – Filipendula ulmaria

Ein bisschen Magie

In manchen Regionen wird Mädesüß zum Süßen und Würzen von Speisen und Getränken, vor allem Bier verwendet. Früher hat man damit auch Honiggetränke gewürzt. Einige Menschen glaubten einst, dass Mädesüß dazu verwendet werden konnte, die Zukunft vorherzusagen. Es wurde in Traumkissen gelegt oder in Räucherwerk verbrannt, um visionäre Träume zu fördern. In der Folklore wurde Mädesüß auch in Liebeszaubern verwendet. Es wurde an Orten platziert, an denen sich Liebespaare treffen würden, oder in Liebesritualen eingesetzt, um romantische Beziehungen zu fördern.

Botanik

Das Echte Mädesüß ist eine Pflanze, die in vielen Teilen Europas wächst. Man findet sie oft auf feuchten Wiesen, in der Nähe von Gräben und Bächen und auch in bestimmten Wäldern. Diese Pflanze, die zu den Rosengewächsen zählt,  ist wichtig für bestimmte Lebensräume entlang von Gewässern, wo sie zusammen mit anderen Pflanzen wächst.

Heilwirkung

Mädesüß wird heute gerne bei Erkältungen und Grippe eingesetzt, da es schweißtreibend und schmerzlindernd wirkt. Dazu werden vor allem die Blüten verwendet. Es enthält in geringen Mengen Salicylsäure und wirkt daher wie Asprin leicht blutverdünnend. Deshalb kann man das Heilkraut auch gut gegen Kopfschmerzen einsetzen. Auch rheumatische Beschwerden können damit behandelt werden. Bei stärken Schmerzen könnt ihr Mädesüße mit Weidenrinde mischen und auch hiervon einen Tee trinken.

Anwendung

Tee

Grundsätzlich sollte man max. 6 Gramm des Heilkrauts pro Tag zu sich nehmen. Von den Blüten max. 3,5 Gramm. Denn Tee lässt ihr am besten mindestens 10 Minuten ziehen.

Das Kraut an sich hat einen süßen Geschmack und wird daher auch gerne von Kindern getrunken.

Tinktur

Generell benötigt ihr zur Herstellung von Tinkturen Alkohol. Es empfiehlt sich  hochwertigen Schnaps, Weingeist, Vodka oder Korn zu besorgen.

Wenn ihr die Tinktur ohne Alkohol herstellen möchtet, verwendet dafür Apfelessig. Am besten einen den man selbst hergestellt hat. Hier könnt ihr mein Apfelessigrezept dazu nachlesen.

  • Füllt die Gläser (am besten sind weithalsige) mit Mädesüß auf und danach gießt nun mindestens so viel Alkohol bzw. Apfelessig darüber, dass diese vollkommen bedeckt sind und höchstens so viel, dass man die Tinktur anschließend noch gut schütteln kann.
  • Verschließt das Glas und stellt es an einem sonnigen, warmen Platz.
  • Wartet 8 Tage bis 6 Wochen (Je länger sie steht, desto stärker wird sie.)
  • Am besten lasst die Tinktur durch einen Filter (Kaffeefilter) oder durch ein sehr feines Sieb laufen und füllt den verbleibenden Alkohol in kleine Dunkelglasfläschchen mit Tropfeinsatz oder Pipette.
  • Beschriftet darüber hinaus die Fläschchen sorgfältig mit dem Namen der Tinktur und dem Herstellungsdatum.
  • Von der fertigen Tinktur kannst du dann  3 mal täglich 1 Teelöffel mit Wasser verdünnt einnehmen.
  • Dunkel und kühl gelagert können sie bis zu 2 Jahre halten.

Aus der TCM

In der TCM wird Mädesüß zur Stärkung des Lungen-Yin verwendet. Es wird zur Blutreinigung und bei Nierenproblemen verwendet. Darüber hinaus unterstützen Bäder mit dem Heilkraut bei juckender Haut und Neurodermitis.

Abschließend

Und, habt ihr Lust auf mehr bekommen? Hier auf diesem Blog posten wir laufend Inhalte über Kräuterkunde, Hausmittel, Gesunde Rezepte, Brauchtum und alles rund um Heilkräuter. Bitte beachtet, dass es Pflanzen gibt, die in manchen Regionen unter Naturschutz stehen und daher nicht gesammelt werden dürfen. Falls ihr einen ersten Überblick über wichtige Basisrezepte finden wollt, könnt ihr dies im Blogbeitrag Grundrezepte für die Kräuterheilkunde nachlesen.

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