WegwarteDie Wegwarte gilt als alte germanische Zauberpflanze. Ich kenne sie noch von meiner Oma, die in früheren Zeiten aus der Wurzel Zichorienkaffee gemacht hat. Sie blüht je nach Region von Juli bis Oktober und bietet einige Heilkräfte.

Wegwarte – Ciorium intybus

Ein bisschen Magie

In alten traditionellen Schriften wird überliefert, dass die Wegwarte als magische Pflanze gilt. Man verwendet sie für:

Schutz: Die Wegwarte wird oft verwendet, um Schutzzauber zu verstärken oder negative Energien abzuwehren. Es wird angenommen, dass sie eine schützende Barriere gegen böse Geister und negative Einflüsse errichtet.

Reinigung: Sie hat auch eine reinigende Wirkung und wird manchmal verwendet, um negative Energien oder Flüche zu entfernen. Sie kann dazu beitragen, eine klare und positive Atmosphäre zu schaffen.

Liebeszauber: In einigen Traditionen wird die Wegwarte auch mit Liebeszaubern in Verbindung gebracht. Sie kann verwendet werden, um die Anziehungskraft zu verstärken, die Liebe zu fördern oder romantische Beziehungen zu stärken.

Innere Ruhe: Die Wegwarte wird oft als Pflanze der inneren Ruhe und Gelassenheit angesehen. Sie kann dabei helfen, Stress abzubauen, die Konzentration zu fördern und eine beruhigende Wirkung auf den Geist zu haben.

Botanik

Die Wurzel der Wegwarte ist außen gelblich weiß, innen weiß und spindelförmiger Gestalt. Die Blätter ähneln dem des Löwenzahns und die Blüten sich hellblau. Man findet sie an Wegrändern von Juli bis in die Oktober rein. Für heilende Zwecke werden die Wurzel und das Kraut verwendet.

Heilwirkung

Von Paracelsus bis Kneipp alle schätzen die Heilwirkung der Wegwarte.

Die Wegwarte, auch als Cichorium intybus bekannt, wird in der traditionellen Volksheilkunde aufgrund ihrer vielfältigen heilenden Eigenschaften geschätzt. Hier sind einige der wichtigsten Heilwirkungen der Wegwarte:

  • Verdauungsfördernd: Die Wegwarte wird traditionell zur Förderung der Verdauung verwendet. Sie kann helfen, den Appetit anzuregen, die Produktion von Verdauungssäften zu unterstützen und die Verdauung insgesamt zu verbessern.
  • Leber- und Gallenblasenunterstützung: Die Wegwarte wird oft zur Unterstützung von Leber und Gallenblase eingesetzt. Sie kann helfen, die Leberfunktion zu fördern, die Produktion und den Fluss von Gallenflüssigkeit zu regulieren und die Verdauung von Fetten zu erleichtern.
  • Entzündungshemmend: Die Wegwarte hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann bei verschiedenen entzündlichen Erkrankungen eingesetzt werden. Dazu gehören Magen-Darm-Beschwerden wie Gastritis oder Colitis sowie entzündliche Gelenkerkrankungen wie Arthritis.
  • Leichte harntreibende Wirkung: Die Wegwarte wirkt leicht harntreibend und kann dabei helfen, die Ausscheidung von Harn zu fördern. Dies kann bei der Behandlung von Wassereinlagerungen und zur Unterstützung der Nierenfunktion nützlich sein.
  • Präbiotische Wirkung: Die Wegwarte enthält sogenannte Inulin-Fructane, die als präbiotisch gelten. Das bedeutet, dass sie das Wachstum und die Aktivität gesunder Darmbakterien fördern können, was sich positiv auf die Darmgesundheit und die allgemeine Immunfunktion auswirken kann.

Anwendungen

Wegwarte kann man gut als Tee konsumieren. Darüber hinaus kann man aus der Wurzel eine Tinktur anfertigen. Personen, die gerne auf Kaffee verzichten möchten, kann man den Kaffee aus der Wegwarte sehr empfehlen.

Wegwartetinktur

Generell benötigt ihr zur Herstellung von Tinkturen Alkohol. Es empfiehlt sich 70 – 90 %igen Alkohol aus der Apotheke oder hochwertigen Schnaps, Weingeist, Wodka oder Korn zu besorgen.

Wenn ihr die Tinktur ohne Alkohol herstellen möchtet, verwendet dafür Apfelessig. Am besten einen den man selbst hergestellt hat. Hier könnt ihr mein Apfelessigrezept dazu nachlesen.

  • Füllt die Gläser (am besten sind weithalsige) mit den Wurzelstücke Blättern oder Blüten der Wegwarte auf und danach
    gießt nun mindestens so viel Alkohol bzw. Apfelessig darüber, dass diese vollkommen bedeckt sind und höchstens so viel, dass man die Tinktur anschließend noch gut schütteln kann.
  • Verschließt das Glas und stellt es an einem sonnigen, warmen Platz.
  • Wartet 8 Tage bis 6 Wochen (Je länger sie steht, desto stärker wird sie.)
  • Am besten lasst die Tinktur durch einen Filter (Kaffeefilter) oder durch ein sehr feines Sieb laufen und füllt den verbleibenden Alkohol in kleine Dunkelglasfläschchen mit Tropfeinsatz oder Pipette.
  • Beschriftet darüber hinaus die Fläschchen sorgfältig mit dem Namen der Tinktur und dem Herstellungsdatum.
  • Von der fertigen Tinktur kannst du dann z.B. 3 mal täglich 1-2 Teelöffel voll bzw. 20-60 Tropfen einnehmen.
  • Dunkel und kühl gelagert können sie bis zu 2 Jahre halten.

Abschließend

Und, habt ihr Lust auf mehr bekommen? Hier auf diesem Blog posten wir laufend Inhalte über Kräuterkunde, Hausmittel, Gesunde Rezepte, Brauchtum und alles rund um Heilkräuter. Falls ihr einen ersten Überblick über wichtige Basisrezepte finden wollt, könnt ihr dies im Blogbeitrag Grundrezepte für die Kräuterheilkunde nachlesen.

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