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Topinambur

Geht man aufmerksam durch Märkte und Supermärkte, begegnet man einer Knolle namens Topinambur. Man kann sie kulinarisch verwerten, aber sie hat auch heilende Wirkungen.

Topinambur – Jerusalem Artischocke – Diabetiker Kartoffel

Ich persönlich probiere immer wieder gerne Neues aus und bin vor einiger Zeit auf Topinambur gestoßen. Grundsätzlich war mir die Knolle schon vorab bekannt, doch hat sie es bislang noch nicht in meine Einkaufstasche geschafft. Beschäftigt man sich ein wenig mehr damit, findet man tolle Anwendungsmöglichkeiten.

Video über ein leckeres Topinamburspüppchen und Topinamburchips

 

Botanik

Botanisch zählt die Pflanze zu den Krobblütengewächse und reiht somit in die gleiche Liga wie Arnika, Wermut oder Estragon ein – um nur einige zu nennen. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südamerika. Im 19. Jahrhundert wurde die Knolle nach Europa importiert und von diesem Zeitpunkt wurde sie hier auch angebaut. Sie ist ein wenig in Vergessenheit geraten, da sie von der Kartoffel verdrängt wurde. Dennoch ist diese Pflanze nicht zu unterschätzen, dass sie relativ anspruchslos ist und auch gut Kälte aushält.

Die Pflanze wird bis zu 4 Meter hoch und produziert von August bis November gelbe Blüten. Darüber hinaus produziert Topinambur in den Sommermonaten eine Wurzelknolle, die in ihrer Optik ein wenig an den Ingwer oder an kleine Kartoffel erinnert. Um die Pflanze anzubauen benötigt ihr einen sandigen Boden. Es ist dabei besonders wichtig, dass sich im Boden keine Staunässe bildet. Es gibt dabei unterschiedliche Sorte, die zu früher oder auch später geerntet werden können. Der Vorteil der Pflanze ist, dass sie auch gut über den Winter geerntet werden kann. So ist Topinambur eine weitere Möglichkeit Vielfalt auf den Teller zu zaubern.

Gesundheitsförderliche Wirkung

Nährwerte

Topinambur ist eine gesunde Pflanze, die den Körper mit zahlreichen Mineralstoffen, Spurenelementen, Ballaststoffe und Antioxidantien versorgt. So findet man in 100 g davon:

Ausgewählte InhalteMenge
Kalorien30 g
Ballaststoffe12,5 g
Kohlehydrate4 g
Fett0,4 g
Eiweiß2,4 g
Inulin16 %
Kalium478 mg
Eisen3,7 mg

Es handelt sich um ein sehr wasserhaltiges Gemüse mit einer geringen Energiedichte, das trotzdem angenehm satt macht.

Gut für Diabetiker

Topinambur wird auch Diabetiker Kartoffel genannt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Inulingehalt bei rund 16 % liegt. Inulin ist Mehrfachzucker, der von uns Menschen nicht verwertet werden und somit auch keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat. Das macht die Knolle für Diabetiker besonders als Beilage interessant.

Unterstützt Diäten

Besonders interessant ist, dass Topinambur das Hungergefühl für längere Zeit reduziert. Das unterstützt bei Diäten. Dazu bekommt man Topinamburpulver zu kaufen. Dieses kann man sich in einen Saft oder Smoothie geben, um so länger satt zu sein.

Gut für den Darm

Durch die hohe Anzahl an Ballaststoffen ist Topinambur besonders gut für unseren Darm und beugt einen trägen Stuhlgang vor. Er wirkt cholesterinsenkend, was wiederum Herzkrankheiten vorbeugt. Darüber hinaus wirkt er probiotisch. Dies wirkt sich gut auf unsere Darmflora aus, schützt damit das Immunsystem und auch vor Darmkrebs. [1 ]

Hausmittel aus der Kräuterheilkunde

Tinktur

Bei einem trägen Darm hilft eine Topinamburtinktur.

Wie immer an dieser Stelle, dass schon oft zitierte Rezept für die Herstellung von Tinkturen.

  • Generell benötigt ihr zur Herstellung von Tinkturen Alkohol. Es empfiehlt sich 70 – 90 %igen Alkohol aus der Apotheke oder hochwertigen Schnaps, Weingeist oder Korn zu besorgen.
  • Wenn ihr die Tinktur ohne Alkohol herstellen möchtet, verwendet dafür Apfelessig. Am besten einen den man selbst hergestellt hat. Hier könnt ihr mein Apfelessigrezept dazu nachlesen.
  • Füllt die Gläser (am besten sind weithalsige) mit dem gewürfelten Topinambur auf und danach gießt nun mindestens so viel Alkohol darüber, dass der Topinambur vollkommen bedeckt ist und höchstens so viel, dass man die Tinktur anschließend noch gut schütteln kann. Verschließt das Glas und stellt es an einem sonnigen, warmen Platz.
  • Wartet 8 Tage bis 6 Wochen (Je länger sie steht, desto stärker wird sie.)
  • Am besten lasst die Tinktur durch einen Filter (Kaffeefilter) laufen und füllt den verbleibenden Alkohol in kleine Dunkelglasfläschchen mit Tropfeinsatz oder Pipette.

Beschriftet darüber hinaus die Fläschchen sorgfältig mit dem Namen der Tinktur und dem Herstellungsdatum. Von der fertigen Tinktur kannst du dann z.B. 3 mal täglich 1-2 Teelöffel voll bzw. 20-60 Tropfen einnehmen.

Frisch gegessen

Hilft er auch bei Magen- und Darmproblemen. Dazu soll man 21 Tage lange täglich halbe Knolle vor jeder Mahlzeit frisch gegessen werden.

Ich würde mich über ein „gefällt mir“ freuen.

Eure  Kräuterhexe – Schnu1

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