Königskerze

Die Königskerze. Eine fast schon in Vergessenheit geraten Pflanze kann mehrere interessante Heilwirkungen nachweisen. Sie reinigt das Blut, wirkt beruhigend und ist ein vorzügliches Mittel gegen fieberhaften Bronichalkatarrh. Eine besonders wertvolle Pflanze.


Königskerze, der große Heiler

Der Königskerze wird schon seit Menschengedenken eine mystische Wirkung nachgesagt. Sie kommt daher in sehr vielen Sagen und religiösen Ritualen vor. So ist sie beispielsweise die Hauptheilpflanze von den traditionellen Kräuterbuschn. In manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz werden am 15. August die Kräuterbuschn geweiht. Der Strauß an Kräuter soll so als Basis für Heilpflanzen für das gesamte Jahr dienen.

Man findet sie in Ritualen, die bis zum römischen Reich dokumentiert sind, dort wurde sie zum Beschwören von den unterschiedlichsten Ritualen herangezogen. [1]

Botanik

In unseren Breiten wachsen  einige Arten der Königskerze. Man findet Sie auf steinigen Böden, Schuttplätzen, Wegrändern oder auf sonnigen Waldplätzen. Ab Juli erntet man die Blumenkronen samt den Staubblättern und lässt diese behutsam im Schatten trocknen. Die geerntete Droge wird dann lichtgeschützt aufbewahrt.  Geruch und Geschmack der frischen Pflanze ist nicht gerade angenehm, getrocknet hingegen überzeugt sie durch ihren süßlichen Geschmack.

Heilwirkung

Die Königskerze wirkt hustenstillend und auswurfsfördernd und ist sehr geeignet bei allen mit Fieber verbunden Bronchialkatarrhen, fiebersenkend zu wirken. Sie hilft mit, das Blut und die Haut zu reinigen. Gleichzeitig beruhigt sie den gesamten Organismus und heilt Infektionen.

Es ist daher eine gute Idee in den Sommermonaten eine Tinktur der Königskerze herzustellen, um so gut über Herbst und Winter zukommen.

Königskerzentinktur

  • Generell benötigt ihr zur Herstellung von Tinkturen Alkohol. Es empfiehlt sich 70 – 90 %igen Alkohol aus der Apotheke oder hochwertigen Schnaps, Weingeist oder Korn zu besorgen.
  • Wenn ihr die Tinktur ohne Alkohol herstellen möchtet, verwendet dafür Apfelessig. Am besten einen den man selbst hergestellt hat. Hier könnt ihr mein Apfelessigrezept dazu nachlesen.
  • Füllt die Gläser (am besten sind weithalsige) mit der Blüte der Königskerze auf und danach gießt nun mindestens so viel Alkohol darüber, dass die Königskerze vollkommen bedeckt ist und höchstens so viel, dass man die Tinktur anschließend noch gut schütteln kann.
  • Verschließt das Glas und stellt es an einem sonnigen, warmen Platz.
  • Wartet 8 Tage bis 6 Wochen (Je länger sie steht, desto stärker wird sie.)
  • Am besten lasst die Tinktur durch einen Filter (Kaffeefilter) laufen und füllt den verbleibenden Alkohol in kleine Dunkelglasfläschchen mit Tropfeinsatz oder Pipette.
  • Beschriftet darüber hinaus die Fläschchen sorgfältig mit dem Namen der Tinktur und dem Herstellungsdatum.

Diese Tinktur ist ein wirklich guter Verbündeter im Kampf gegen Bronchialkatarrhe und gegen Fieber. Nehmt im Bedarfsfall max. drei Mal täglich 20 Tropfen davon.

In der Volksheilkunde kennt man weiters ein Rezept gegen Hämorrhoiden: Man zerstoße dabei die gut durchtrocknete Wurzel der Königskerze zu Pulver, nehme davon 10 bis 15 g, vermische diese mit einem Eidotter und Weizenmehl, dass bei der Zugabe von etwas Olivenöl eine teigartige Masse ergibt. Daraus backt man Kügelchen, welche auf nüchternen Magen 3-4 mal täglich gegessen werden sollen. [1]

Anwendung

Die Königskerze wird in erster Linie als Tee konsumiert. Ein Esslöffel des getrockneten Krauts mit siedendem Wasser übergießen und mit Honig gesüßt trinken. Ich persönlich schätze den Tee, wenn ich das Gefühl habe, mich verkühlt zu haben und ein wenig unter Stress stehe. Der Tee heilt und beruhigt zugleich.

Abschließend

Und, habt ihr Lust auf mehr bekommen? Hier auf diesem Blog posten wir laufend Inhalte über Kräuterkunde, Hausmittel, Gesunde Rezepte, Brauchtum und alles rund um Heilkräuter. Bitte beachtet, dass es Pflanzen gibt, die in manchen Regionen unter Naturschutz stehen und daher nicht gesammelt werden dürfen. Falls ihr einen ersten Überblick über wichtige Basisrezepte finden wollt, könnt ihr dies im Blogbeitrag Grundrezepte für die Kräuterheilkunde nachlesen.

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