Muskat
Muskatnuss ist die Frucht des Muskatbaumes, der zur Familie der Muskatnussgewächse gehört. Sie ist das am längsten bekannte Gewürz und besteht aus dem geschälten Samenkern der Muskatfrucht, die von einem orangenen Samenmantel (Macisblüte) umhüllt ist. In meinem heutigen Beitrag, möchte ich Euch etwas über die Heilwirkung berichten.


Anwendungsgebiete der Muskatnuss

Muskatnuss wird in Asien, vor allem in der traditionellen indonesischen Medizin bei unterschiedlichen Erkrankungen eingesetzt, etwa bei Rheuma, Nervosität, Husten und Verdauungsbeschwerden. Soweit wie bisher überliefert, wurde sie aber nicht als Rauschmittel verwendet.
Im deutschsprachigen Raum wird Muskatnuss hauptsächlich als Gewürz beispielsweise zum Würzen für Kartoffelstampf, Wild, Gemüse, Keksen oder im Glühwein verwendet. Schon vor 900 Jahren hat Hildegard von Bingen sie für Menschen mit strapazierten Nerven empfohlen. Heutzutage kennt man allerdings auch Wirkung, die die Nuss auf die Psyche hat. Daher ist der Konsum von Muskatnuss in größeren Mengen nicht ungefährlich.

Muskatnuss ist ein Berauschungsmittel. Eine größere Menge – in der Literatur wird von ungefähr 5 bis 20 Gramm geschrieben – verursachen einen Rausch beziehungsweise einen rauschartigen Zustand; die Wirkung der Nuss schwankt stark je nach Qualität der Pflanze.  Die Hauptwirkung von Muskatnuss ist Müdigkeit und Verwirrung; es wird auch von Halluzinationen berichtet. Die Wirkung setzt spät, oft erst nach 6 – 12 Stunden ein und ist nicht selten von starker Übelkeit begleitet. Manchmal, so berichtet einschlägige Literatur, kommt es auch trotz ausreichernder Menge zu keinem Rausch. [Quelle]

Das ätherische Öl hat hautreizende und verdauungsfördernde Wirkungen und ist hierzulande in Erkältungsbalsam-Produkten, Rheumasalben, Halspastillen, Kräuterbonbons, Massageölen und Tropfen zur Förderung der Verdauung enthalten.

Buch

 

Ein Rezept frei nach Hildegard von Bingen – Die Nervenkekse

  • 300 g Dinkelmehl Type 550,
  • 150 g Butter,
  • 4 gestrichene TL. Backpulver,
  • 75 g gemahlene Mandeln,
  • 25 g Rohrzucker,
  • 1 Ei,
  • 3 TL. Zimt,
  • 1-2 TL. Muskat,
  • 1/2 TL. gemahlene Nelken und
  • 1 – 2 EL. Wasser

Man vermengt alle Zutaten und knetet den Teig gut durch. Dann formt man ihn portionsweise in kleine Rollen, wickelt ihn in Folie ein und legt ihn zum Kühlen in den Kühlschrank oder einem kühlen Raum. Nachdem der Teig fest ist, schneidet man ihn mit einem scharfen Messer wie eine Wurst in Scheiben, legt diese auf ein Backblech und bäckt ca 8 Minuten bei 180° C. Die Nervenkekse, auch mancherorts Intelligenzkekse genannt, sind ein aromatisches, würzig schmeckendes Gebäck – und sie sollen alle 5 Sinne stärken. Erwachsene sollten täglich 4 – 5, Kinder 3 Stück davon essen.

Vorsicht sei jedoch geboten!

Die Muskatnuss zählt zu den Drogen. Überdosiert eingenommen kann sie zu folgenden Symptomen führen.

  • Geistesabwesenheit, Benommenheit, traumaähnliche Zustände, Müdigkeit, Lethargie, Euphorie, Schwindel,  Krämpfe
  • Angst, Rastlosigkeit
  • Verengte oder erweiterte Pupillen
  • Empfindungsstörungen wie Kribbeln in Beinen und Händen
  • Fühlbares lauteres Herzklopfen
  • Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Auslösung von Psychosen

Abschließend

Und, habt ihr Lust auf mehr bekommen? Hier auf diesem Blog posten wir laufend Inhalte über Kräuterkunde, Hausmittel, Gesunde Rezepte, Brauchtum und alles rund um Heilkräuter. Bitte beachtet, dass es Pflanzen gibt, die in manchen Regionen unter Naturschutz stehen und daher nicht gesammelt werden dürfen. Falls ihr einen ersten Überblick über wichtige Basisrezepte finden wollt, könnt ihr dies im Blogbeitrag Grundrezepte für die Kräuterheilkunde nachlesen.

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