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Meerrettich - Kren

Meerrettich, oder Kren ist ein Wundermittel aus alter Zeit. Die scharfe Wurzel hat eine Vielzahl von Heilwirkungen. In meinem heutigen Beitrag zeige ich Euch eine Vielzahl von Anwendungen für die unterschiedlichsten Wehwehchen.

Meerrettich das „Antibiotikum der Armen“

Man muss nicht in der Ferne schweifen, um scharfe Wurzeln zu finden, die eine wunderbare Heilwirkung haben. Frisch erntet man die Wurzel in allen Monaten, die ein „er“ im Namen haben, also von September und Feber. Meerrettich ist eine sehr anspruchslose Pflanze und wächst fast überall. In der Küche findet er schon seit ewigen Zeiten seine Anwendung. Hildegard von Bingen (ca. 1098-1197) setzt die „Merrich“ genannte Pflanze bei Brust- und Bauchschmerzen ein. Seine Heilwirkung ist aber leider ein wenig in Vergessenheit geraten.

Heilwirkung des Meerrettichs

Er hat eine besondere Reizwirkung auf den Darm und wird daher für eine Vielzahl von Magen- / Darmerkrankungen herangezogen. Er erzielt gute Erfolge gegen Blasen- und Nierenbeckenentzündungen, Dickdarmentzündungen, Durchfall. Darüber hinaus erzielt man mit ihm gute Erfolge gegen langandauernden Husten, Bronchialkatarrh, Stirn- und Nebenhöhleninfekten, Asthma und Heiserkeit. Seine scharfen Senföle verhindern, dass sich Bakterien vermehren. Aus diesem Grund sollen sie bei Infekten im Körper helfen, besonders bei einer aufkommenden Blasenentzündung und Erkältungen. Weiters fördern sie den Gallenfluss und die Enzymbildung in der Bauchspeicheldrüse.  Kren schwemmt bei Rheumatikern und Gichtkranken Schlacken aus und stimuliert somit das körpereigene Immunsystem.

Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe des Meerrettichs sind Senfölglykoside, die Glucosinolate. Meerrettich wird auch das „Antibiotikum der Armen“ genannt. Er ist ein wunderbarer Vitamin C Lieferant und daher vor allem in den kalten Regionen wie Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol über Jahrhunderte sehr beliebt.

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Und, habt ihr Lust auf mehr bekommen? Wichtige Grundrezepte für die Kräuterheilkunde könnt ihr in der Verlinkung nachlesen.

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Eure  Kräuterhexe – Schnu1

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Anwendungen

Meerrettich-Breiauflagen bei Kopfschmerzen, hartnäckigem Husten und Hexenschuss oder Ischias.

Die betroffene Stelle sollte man einfetten, mit Öl, Salbe, Melkfett oder Vaseline. Dann gibt man den frisch geriebenen Kren in ein sauberes Baumwolltuch und legt es auf die betroffene Stelle. Die Auflage bleibt solange auf der Haut, bis es anfängt zu brennen.

Meerrettich-Wein gegen Blasensteine

Schneidet dazu acht bis zwölf dünne Krenn-Scheiben und gebt diese in ein Glas, dass ihr mit Weißwein übergießen. Der Wein muss dann den ganzen Tag bedeckt stehen und ziehen. Täglich 2 Achtel helfen.

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Meerrettich-Honig gegen Husten, Schnupfen und bakterielle Entzündungen

  • 300 g Honig
  • 10 cm lange Meerrettichwurzel
  • Schraubglas

Den Meerrettich in Scheiben schneiden. (Ihr könnt ihn aber auch fein reiben oder in einen Mixer geben.) Mit dem Honig vermischen und 24 Stunden ziehen lassen. Danach den Honig leicht erhitzen, aber nicht über 30 Grad, den Meerrettich abseihen und in das Glas füllen.

Als Videoanleitung

Der Meerrettich-Honig ist 4 Wochen haltbar und sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Max. 4 EL pro Tag dazu einnehmen. Der Honig ist ein wahres Wundermittel. Schmeckt ein wenig scharf, hilft aber extrem gut. Gerade im Winter, wo man öfter krank ist, sollte man sich so einen Honig machen. Als Vorbeugung gegen die Grippe, kann man täglich einen Esslöffel davon nehmen.

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Eure Kräuterhexe – Schnu

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