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Kopfschmerzen

Kopfweh ist eine der häufigsten Schmerzarten und tritt in sehr vielen verschiedenen Formen in Erscheinung. Manchmal sind Kopfschmerzen sehr heftige und wir glauben uns zerspringt der Schädel, manchmal machen sich leichte Kopfschmerzen nur durch ein kaum wahrnehmbares, dumpfes Gefühl bemerkbar.

Kopfschmerzen – ein Übel

Gastautorin Heike Amsel

In beiden Ausprägungen sind und bleiben Kopfschmerzen unangenehm. Kopfschmerzen werden nach ihrer Ursache und Ausprägung in verschiedene Typen unterteilt. Stechender Kopfschmerz  ist eher eine heftige Variante (Minze kann helfen).
Stechende Kopfschmerzen treten in einem engen Feld nur an bestimmten Stellen im Kopf auf. Sie wirken auf einen kleinen Bereich konzentriert, am Scheitel, den Schläfen oder in den Augenhöhlen. Oft sind die Schmerzen nur einseitig. Die Beschwerden sind nur von kurzer Dauer und verschwinden meist schon nach wenigen Sekunden. In seltenen Fällen hält eine Schmerzattacke bis zu zwei Minuten an. Die Intensität ist leicht bis mittelschwer und die Beschwerden treten nur wenige Male, oft nur einmal täglich auf.
Trotzdem kann stechender Kopfschmerz die Betroffenen so stark beeinträchtigen, dass sie ihren Alltag nur eingeschränkt meistern können. Vor allem Kopfarbeit fällt schwer, wenn man immer wieder von Schmerzattacken heimgesucht wird.

Primärer stechender Kopfschmerz

Treten die Schmerzen ohne weitere Begleiterscheinungen auf, handelt es sich meist um einen primären Kopfschmerz, der eine eigenständige Erkrankung darstellt. Probleme mit den Nerven, Blutgefäßen oder der Hirnhaut verursachen oft stechende Kopfschmerzen.

Die Ursachen für stechende Kopfschmerzen sind vor allem verschiedene primäre Kopfschmerzerkrankungen wie

  • Migräne

Bei Migräne handelt es sich um meist einseitige, sehr starken Kopfschmerzen, die oft mit Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und anderen neurologischen Symptomen einhergehen. Die Ursachen sind noch nicht eindeutig geklärt. Man vermutet eine Durchblutungsstörung und Störung der Botenstoffe im Gehirn. Auch eine Überempfindlichkeit der Nervenzellen im Bereich der Sehrinde hält man als Auslöser für möglich.

  • Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen (TAK).

Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf Störungen des Trigeminus-Nerves beruhen. Dazu gehören das sehr seltene SUNCT-Syndrom oder paroxysmale Hemikranie. TAK zeichnen sich durch plötzliche Kopfschmerzen, die sehr intensiv und einseitige auftreten, aber von kurzer Dauer sind. Manchmal, aber nicht immer, werden sei von weiteren Symptomen, wie tränenden Augen oder laufender Nase begleitet. Der Nervus trigeminus ist einer der zehn Gehirnnerven. Er versorgt das Gesicht mit sensorischen und motorischen Nervenfasern. Trigeminus bedingte Kopfschemerzen unterscheiden sich in erster Linie im Muster der Dauer und Frequenz der Schmerzattacken. Zu ihnen zählen auch Migräne und

  • Clusterkopfschmerzen

Clusterkopfschmerzen sind extreme, streng einseitig Kopfschmerzattacken, die typischerweise von Symptomen wie tränenden oder geröteten Augen oder laufender Nase begleitet werden.

Es ist schwer – und vielleicht auch gar nicht so wichtig, die verschiedenen trigemino-autonomen Kopfschmerzerkrankungen auseinanderzuhalten, da sie sich im Erscheinungsbild sehr ähnlich sind.

Wichtig ist aber, die Schmerzen von Begleiterscheinungen anderer Erkrankungen abgrenzen.

Für eine eindeutige Diagnose von primären stechenden Kopfschmerzen müssen sekundäre stechende Kopfschmerzen durch eine Differentialdiagnose ausgeschlossen werden, denn auch Augenprobleme oder Meningismen kommen als Ursachen n Frage.

Ein Meningismus ist eine Genickstarre, eine schmerzhafte Nackensteifheit, die als Folge von Reizungen und Erkrankungen der Hirnhäute auftritt. Die Verspannung ist dabei eher die Reaktion auf den Schmerz als die Ursache.

Ein solches meningealen Reizsyndrom wird, ähnlich wie Migräne, von Übelkeit sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet.

Kopfschmerzen 2

Sekundärer stechender Kopfschmerz

Stechender Kopfschmerz tritt oft als Begleiterscheinung von anderen Erkrankungen oder Problemen auf.

Die Ursachen können ganz banal sein. Oft vergessen wir einfach das Trinken und unser Körper reagiert auf die Dehydrierung mit stechendem Kopfschmerz. Nach einer durchzechten Nacht mit alkoholbedingter Dehydrierung kann unser Kater ebenfalls von stechenden Kopfschmerzen begleitet sein. Grippale Infekte oder Stress können ebenfalls zu stechenden Kopfschmerzen führen.

Aber auch bei sehr ernst zu nehmenden gesundheitlichen Notfällen, wie einer Hirnblutung oder einem Schlaganfall, treten meist sehr starke, stechende Kopfschmerzen auf. Vor allem, wenn weitere neurologische Ausfälle beobachtet werden, wie Lähmungen oder Sprachstörungen, muss man sofort handeln. Es besteht ein dringender Verdacht auf einen schwerwiegendes gesundheitliches Problem, das unverzüglich notärztlich behandelt werden muss.

Wie behandelt man stechende Kopfschmerzen?

In den meisten Fällen von sekundären stechenden Kopfschmerzen liegt zum Glück keine lebensbedrohliche Situation vor und die Behandlung ist recht einfach: Eine Kopfschmerztablette, ein heißes Bad, Erklärungstexte, ätherische Öle lassen die Beschwerden schnell verschwinden. Gegen virale oder bakterielle Infekte gibt es Medikamente, die zumindest die Symptome lindern.

Handelt es ich aber um primäre Schmerzen, liegt die Ursache mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine Nervenreizung oder anderweitige Nervenstörung. Dann handelt es sich um eine chronische Erkrankung un der Arzt kann die Ursache nicht bekämpfen, sondern nur die Beschwerden lindern.

Hier kommen bestimmte Schmerzmittel zum Einsatz, so genannte nicht-opioide Antirheumatika (NSAR). Sie schalten die Schmerzwahrnehmung im Gehirn nicht aus, indem sie im Gehirn an Opioidrezeptoren und sondern hemmen stattdessen ein Enzym der Prostaglandinsynthese. Prostaglandine sind Gewebshormon, die an der Entstehung von Schmerzen und Entzündungen beteiligt sind.

Die Medikamente wirken dadurch nicht nur schmerzstillend sondern auch entzündungshemmend, was im Fall einer Nervenentzündung sehr vorteilhaft ist.

Die wahrscheinlich bekanntesten Vertreter dieser Medikamentenklasse sind:

  • Acetylsalicylsäure (ASS)
  • Diclofenac
  • Ibuprofen
  • Naproxen

Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen werden auch prophylaktisch mit Antiepileptika behandelt. Oft helfen auch Entspannungsübungen oder Akupunktur. Eine Akuttherapie ist oft schwierig, weil die Schmerzattacken meist nur von sehr geringer Dauer sind. Gegen Migräne helfen oft auch Blutdruck senkende Medikamente wie Betablocker oder Kalziumantagonisten.

Die Autorin

“Schon während ihres Biologie-Studiums bereiste Heike Amsel fremde Länder und erlebte dabei das ein oder andere Abenteuer. Mit ihrem Ehemann und zwei Kindern wohnt sie heute in der Nähe von Berlin und geht von dort aus ihrer zweiten Leidenschaft, dem Schreiben, nach. Zu ihren Lieblingsthemen zählen dabei die Bereiche Reise, Gesundheit und Familie.”

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Eure  Kräuterhexe – Schnu

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