Raunacht

Das Wunschritual der Raunächte – Die 13 Wünsche

Das Wunschritual gehört zu den bekanntesten und kraftvollsten Bräuchen der Raunächte. Es basiert auf der Vorstellung, dass in dieser besonderen Zwischenzeit die Kräfte des kommenden Jahres formbar sind und dass Wünsche, die in den dunklen Nächten ausgesprochen oder dem Feuer übergeben werden, leichter ihren Weg ins Leben finden. Viele Traditionen unterscheiden hier zwölf Wünsche für die zwölf Monate plus einen dreizehnten Wunsch, der als „Wunsch des Herzens“ gilt.

1. Vorbereitung des Rituals

Nimm dir dreizehn kleine Zettel und schreibe auf jeden davon einen einzigen Wunsch. Er sollte klar formuliert sein, positiv und so, als wäre er schon erfüllt. Vermeide Wünsche für andere Menschen, konzentriere dich stattdessen vollständig auf dein eigenes Leben, dein Wachstum, deine Kraft und deine inneren Ziele.
Beispiele könnten sein:

„Ich lebe mit Leichtigkeit.“
„Mein Alltag ist erfüllt von Wärme und Verbundenheit.“
„Ich finde Klarheit über meine nächsten Schritte.“

Falte alle Zettel, mische sie, sodass du nicht mehr weißt, welcher Wunsch wo steht, und bewahre sie in einer kleinen Dose oder Schale auf.

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2. Die Durchführung in jeder Raunacht

In jeder der zwölf Nächte vom 24. Dezember bis 4. bzw. 5. Januar ziehst du einen der gefalteten Zettel, ohne hineinzusehen. Dieser Wunsch wird dem Feuer übergeben. Du kannst ihn in der Kerzenflamme entzünden und in eine feuerfeste Schale fallen lassen.
Der Gedanke dahinter ist, dass du diesen Wunsch symbolisch an das Universum, das Göttliche, die Ahnen oder die Kräfte der Natur übergibst. Nicht du selbst erfüllst den Wunsch aktiv, sondern du gibst den Prozess aus der Hand.

Während das Papier brennt, kannst du sagen:

„Ich gebe diesen Wunsch in die Hände der kommenden Zeit.
Er finde seinen Weg, wann und wie er will.“

Du brauchst den Wunsch nicht zu kennen. Seine Anonymität ist Teil der Magie, denn sie symbolisiert Vertrauen.

3. Der dreizehnte Wunsch: Dein Herzenswunsch

Nach der letzten Raunacht wird ein einziger Zettel übrig bleiben. Dies ist der Wunsch, den du nicht verbrannt hast, weil er nicht gezogen wurde.
Die Tradition sagt: Dieser Wunsch ist der Herzenswunsch, um den du dich im neuen Jahr selbst kümmern darfst. Er ist die Aufgabe, die das Leben dir überlässt, weil die Umsetzung in deinen Händen liegt.

Öffne diesen Zettel bewusst und in einem ruhigen Moment. Viele Menschen berichten, dass genau dieser Wunsch oft der wichtigste des ganzen Jahres ist – manchmal überraschend, manchmal tief berührend.

Nutze ihn als Leitstern:
Notiere ihn in deinem Journal, halte ihn sichtbar auf deinem Altar, lies ihn jeden Monat neu und beobachte, wie er sich entfalten möchte.

4. Die Bedeutung des Wunschrituals

Das Wunschritual verbindet zwei machtvolle Qualitäten: Loslassen und Vertrauen. Indem du Wünsche verbrennst, gibst du Kontrolle ab und öffnest Raum für Synchronizität. Gleichzeitig erkennst du an, dass deine aktive Gestaltungskraft gefragt ist – insbesondere beim letzten Wunsch.
Es ist ein Spiel aus Hingabe und innerer Stärke, zwischen kosmischem Fluss und persönlicher Verantwortung.

Die Kraft des Rituals liegt weniger im Zauber selbst, sondern darin, dass du dich bewusst mit deinen tiefen Wünschen auseinandersetzt, ihnen Form gibst und ihnen erlaubst, sich zu zeigen. Die Raunächte verstärken diese innere Klarheit, weil sie eine Zeit der Stille, der Rückschau und der sensiblen Wahrnehmung sind.

5. Integration ins bestehende Ritual

Du kannst das Wunschritual direkt nach dem Loslassritual durchführen oder als eigenes Abendritual jeder Raunacht. Viele Menschen empfinden es als stärkende Struktur, weil es jeden Tag einen kurzen, stillen Moment der Intuition schafft.
Wenn du es zu deinem Haupt-Rauhnachtsritual machst, gib den Wünschen einen besonderen Platz: in einer schönen Schale, in einem Stoffbeutel, vielleicht ergänzt mit Kräutern wie Beifuß oder Wacholder.

Abschließend

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