Ringelblumensalbe

Heilkräuter im Juni sammeln: 10 Pflanzen und 10 sommerliche Hausmittelrezepte

Der Juni ist einer der reichsten Kräutermonate des Jahres. Jetzt stehen viele Pflanzen in voller Blüte, die traditionell für Haut, Atemwege, Nerven, Verdauung, Frauenwohl und kleine Alltagsbeschwerden genutzt werden. Während im Mai oft noch junge Blätter, erste Blüten und Frühlingspflanzen im Mittelpunkt stehen, bringt der Juni mehr Duft, mehr Blütenkraft und mehr Sonnenwärme in die Kräuterküche und Hausapotheke.

Wichtig: Sammelt nur Pflanzen, die ihr sicher bestimmen könnt. Meidet Straßenränder, gedüngte Wiesen, Hundestrecken, Bahndämme und Naturschutzgebiete. Heilkräuter ersetzen keine ärztliche Abklärung. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Kindern, Allergien, chronischen Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte besonders vorsichtig sein.

10 Heilkräuter im Juni

  1. Johanniskraut
    Johanniskraut blüht rund um die Sommersonnenwende. Gesammelt werden die oberen blühenden Triebspitzen an sonnigen, trockenen Tagen. Traditionell wird Johanniskraut äußerlich für Hautpflege und innerlich bei leichten Stimmungsschwankungen genutzt. Bei innerlicher Anwendung sind Wechselwirkungen mit Medikamenten sehr wichtig, besonders mit Antidepressiva, Blutverdünnern, Immunsuppressiva und hormonellen Verhütungsmitteln.
    Johanniskraut
  2. Schafgarbe
    Im Juni beginnt vielerorts die Hauptsammelzeit der Schafgarbe. Gesammelt wird das blühende Kraut. Sie gilt traditionell als Frauenkraut, Verdauungskraut und Wundkraut. Die EMA nennt traditionelle Anwendungen bei Appetitlosigkeit, milden Magen-Darm-Beschwerden, kleinen oberflächlichen Wunden und leichten menstruationsbedingten Krämpfen.
    Schafgarbe
  3. Ringelblume
    Ringelblumen öffnen ab Juni ihre leuchtenden Blüten. Gesammelt werden die Blütenköpfe oder ausgezupften Zungenblüten. Traditionell wird Ringelblume äußerlich bei gereizter Haut, kleinen Wunden und leichten Hautentzündungen verwendet. Ringelblumenblüten heilen unter anderem für kleinere Hautentzündungen und  unterstützen die Heilung kleiner Wunden an.
    Ringelblumen
  4. Lavendel
    Lavendel wird gesammelt, sobald die Blüten geöffnet sind, aber noch intensiv duften. Schneidet die Blütenstiele am besten vormittags nach dem Abtrocknen des Taus. Lavendel wird traditionell bei innerer Unruhe, Stress, Erschöpfung und als Einschlafhilfe geschätzt.  Lavendelblüten und Lavendelöl dienen als traditionell verwendete pflanzliche Mittel bei mildem Stress und zur Unterstützung des Schlafs.
    Lavendel
  5. Thymian
    Thymian steht im Juni oft kurz vor oder in der Blüte. Gesammelt werden blühende Triebspitzen. Er ist ein klassisches Kraut für die Atemwege.  Thymiankraut gilt als Mittel bei produktivem Husten im Zusammenhang mit Erkältungen.
    Quendel
  6. Holunderblüten
    Je nach Region blüht Holunder im Juni noch reichlich. Gesammelt werden voll aufgeblühte, duftende Dolden, am besten an trockenen Tagen. Holunderblüten werden traditionell in der Erkältungszeit, für Schwitzkuren und als duftende Küchen- und Hausmittelpflanze geschätzt.
    Holunder
  7. Lindenblüten
    Ende Juni beginnt häufig die Lindenblüte. Gesammelt werden Blüten samt hellem Hochblatt. Lindenblüten werden traditionell bei Erkältungen und mildem Stress genutzt; für Tiliae flos lindern milderStresssymptome.
    Linde
  8. Rotklee
    Rotklee findet man im Juni auf Wiesen und an Wegrändern. Gesammelt werden junge, frische Blütenköpfe. Rotklee enthält Isoflavone wie Formononetin und Biochanin A, die zu den Phytoöstrogenen zählen. Die Wirkung bei Wechseljahrbeschwerden gilt jedoch nicht als eindeutig gesichert.
  9. Mädesüß
    Mädesüß blüht im Juni und Juli an feuchten Wiesen, Bachrändern und Gräben. Gesammelt werden Blüten und blühendes Kraut. Es enthält unter anderem Salicylate, Gerbstoffe, Polyphenole und ätherisches Öl. Traditionell wird Mädesüß bei Erkältung und leichten Gelenkbeschwerden verwendet.
    Mädesüß
  10. Frauenmantel
    Frauenmantel wächst auf Wiesen, an Wegrändern und in Gärten. Gesammelt wird das Kraut, am besten kurz vor oder während der Blüte. Traditionell gilt Frauenmantel als Frauenkraut, besonders im Zusammenhang mit Zyklus, Haut und Gewebe. Für konkrete medizinische Aussagen ist die belastbare Studienlage begrenzt; deshalb sollte er eher als traditionelles Hausmittel beschrieben werden.
    Frauenmantel