Eibisch, das Wundermittel der Natur gegen Atemwegserkrankungen


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Schon die Kelten kannten die heilende Wirkung des Eibisch. Eingesetzt wir er hauptsächlich zur Behandlung von trockenem Husten, Erkältungen, Halskratzen, Entzündungen des Magen-/ Darmbereiches und Zahnfleischentzündungen. Im Juli werden seine Blätter gesammelt, wenn man einen Vorrat für die Wintermonate schaffen möchte. Mehr zu Heilwirkung und Rezepten lesen Sie hier:






Botanik:

Eibisch verlangt guten humusreichen, tiefgelockerten Boden, am besten lehmigen Sandboden und eine etwas feuchte Lage. Gepflanzt wird aus Samen, im Abstand von 50-60 cm. Den Zwischenraum kann man gut für den Anbau anderer Gewächse nutzen, da der Eibisch sehr hoch wächst und wenig beschattet. Nach zwei bis drei Jahren kann die Wurzel geerntet werden. Von Zeit zu Zeit empfiehlt sich ein Standortwechsel, da die Pflanze den Boden auszehrt. Im Juli sammelt man seine Blätter. Seine Wurzel muss in Frühling oder Herbst gesammelt werden.

Heilwirkung:

Volkstümlich wird Eibisch wegen der enthaltenen Schleimstoffe, die reizlindernd auf alle Schleimhäute wirken, hauptsächlich für Erkrankungen der Atmungsorgane und des Magen- Darmbereiches einsetzt. Weitere Anwendung findet er bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, trockenem Reizhusten, entzündlichen Zahnfleisch, bei zahnenden Kindern, Insektenstichen, zur Wundbehandlung, Furunkel, Nagelbettentzündung, Nervenschmerzen, Blasenschwäche, Hämorrhoiden, Blasensteinen, Durchfall und Verstopfung. 

Bei verschleimten Atemwegen sollte auf ein schleimlösendes Mittel zurückgegriffen werden, weil Eibisch keine schleimlösende Wirkung hat und besser bei trockenem Husten gebraucht werden soll. 

Eibisch wirkt beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, immunstimulierend, reizlindernd, tonisierend, wärmend und hemmend auf die Aktivität der Flimmerhaare in den Bronchien. 

Anwendung:

1-2 Teelöffel Eibischblätter (fein geschnitten) mit kaltem Wasser ansetzen, mehrmals täglich 1 Tasse trinken.
Etwa 1 Esslöffel voll Eibischwurzel (fein zerschnitten) wird mit kaltem Wasser angesetzt und ca. 90 Min. unter öfterem Umrühren stehengelassen und dann abgeseiht. Mehrmals täglich 1 Tasse leicht erwärmten, aber frisch zubereiteten Tee trinken. Teemischungen mit Komponenten mit antimikrobieller Wirksamkeit (Isländische Flechte, Spitzwegerich) verzögern mikrobielles Wachstum in den auf diese Weise hergestellten Teegetränken über mehrere Stunden.

Der Eibischsirup kann direkt angewendet werden (empfohlene Tagesdosis ca. 30 g), er ist aber auch in verschiedenen Arzneispezialitäten enthalten. Eine beliebte Darreichungsform ist der in Apotheken erhältliche Eibischteig.

Anwendung in der Küche:

Von den Römern wurde die Pflanze als Suppenkraut und zur Füllung von Spanferkeln verwendet und in Zeiten großer Hungersnot hat man die weiße mohrrübenähnliche Wurzel auch als Nahrung verwendet. Sie wurde zuerst geschält, gekocht und dann meist gebraten. Nicht zu vergessen ist ein gutes Würzen, andernfalls schmecken sie fade. Zum trocknen eignet sich die Wurzel ebenso wie das Kraut, aber frühestens ab dem zweiten Jahr. Dazu wird die Wurzel im November ausgraben, gewaschen, geschält, klein geschnitten und schnell bei 60°C im Backofen gut getrocknet, andernfalls droht sie zu verschimmeln. Die jungen Blätter und Blüten können als Zugabe im Salat mitgegessen werden.

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